Gefährliche Stoffe - Einsatzübung 25.11.2019

GS-EinsatzübungAufgrund von Wildwechsel musste der Fahrer eines Gefahrgut- Tankwagen eine Notbremsung einleiten. Die Folge war ein aufgerissener Gummiflansch bei einer Tankentlüftungsleitung. Dadurch kam es im hinteren Bereich des Tankwagens zu einem Stoffaustritt. Der unter Schock stehende Fahrer konnte das Führerhaus nicht mehr selbstständig verlassen.

 

Dies war die Übungsannahme für unsere Einsatzübung im November.

 

Der komplette Löschzug inklusive unserer speziellen gasdichten Schutzanzügen (Schutzstufe 3, SS3) rückte zur Einsatzstelle aus. Anfahren in Windrichtung und auf Gefälle achten, lautete der erste Funkspruch des Einsatzleiters. Von sicherer Entfernung wurde mit einem Fernglas eine grobe Ersterkundung der Lage, Gefahrzettel u. Gefahrguttafel durchgeführt. Nach Identifikation und Informationseinholung des auslaufenden Stoffes, wurde weiträumig abgesperrt, ausgeleuchtet, Messungen und ein Brandschutz mit unseren TLFA aufgebaut.

 

Der Lenker wurde durch den ersten Atemschutztrupp unter Schutzstufe 2, mit einem Spineboard aus dem Führerhaus gerettet. Parallel dazu rüstete sich ein SS3 Trupp aus, der versuchte mit diversem Abdichtmaterial die Leckage abzudichten. Ebenfalls wurden Auffangwannen untergestellt und Kanaleinläufe mit Dichtkissen abgedichtet. Sehr rasch gelang es dem Trupp die Lage zu stabilisieren, und somit eine Gefahr für die Umwelt abzuwehren. Nach einer Einsatzzeit von 20 min. musste der SS 3 Trupp und sämtliches Werkzeug noch ordentlich dekontaminiert werden. Dazu wurde ein Deko-Platz außerhalb der Sicherheitszone aufgebaut.

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